Affirmationen und warum ich sie nicht wirklich nutze

Sage dir nur jeden Tag vor dem Spiegel, dass du dich liebst, dass du erfolgreich bist in allem, was du tust und dann lebst du bald mit deinem Traumpartner in Luxus.
 

Ich habe das lange Zeit gemacht, hat nicht funktioniert. 

Im Gegenteil, mir ging es teilweise sogar schlechter, als zuvor.

Und hier kommen wir zum Problem und wie du es besser machen kannst, als ich damals. 

Affirmationen, das Problem & die Lösung

Affirmationen sind kurze einfache Sätze, die in der Persönlichkeitsentwicklung und Spiritualität gern genutzt werden, um das Mindset und Selbstbild zu verbessern oder in der Magie, um die Dinge anzuziehen, die man haben möchte. Daher sind sie auch ein beliebtes Mittel um zum Beispiel Rituale zu unterstützen, oder als Teil der Alltagsmagie.
Wenn man diese positiven Affirmationen häufig sagt, oder denkt, soll das eigene Denken, das Selbstbild, verbessert werden, indem das Denken gezielt öfter in eine positive Richtung gelenkt wird, statt in eine negative.
Es gibt unzählige Videos, Blogbeiträge und Bücher mit vorformulierten Affirmationen. Das Problem dabei ist, wenn du nicht wirklich glaubst, was du dir da sagst, können sie, statt der positiven Wirkung, eher dazu führen, dass du noch negativer denkst.
Wenn du zum Beispiel die Affirmation „Ich liebe jede Zelle meines Körpers.“ verwendest, aber dies zum jetzigen Zeitpunkt einfach nicht der Wahrheit entspricht und du dir schon beim Aussprechen denkst, dass du mal abnehmen solltest, muskulöser sein könntest, zu klein bist und die Nase zu groß, dann hat die Affirmation eine negative Gedankenspirale ausgelöst. Das ist vollkommen normal und nicht dein Fehler. Es liegt nur an einer für dich unpassend formulierten Affirmation.
Wiederholst du diese Affirmation nun täglich und sie löst immer wieder diese und ähnliche Gedanken bei dir aus, weil du immer wieder den Fokus darauf richtest, fühlst du dich mit der Zeit eher schlechter denn besser. Damit erreichst du wahrscheinlich genau das Gegenteil von dem, was du wolltest.
Vielleicht ist jede Zelle deines Körpers gleich zu lieben ein zu großer Schritt, davor käme z.B. Akzeptanz. Oder du konzentrierst dich bei der Formulierung der Affirmation darauf, dass dein Körper veränderbar ist.
Das Wichtige bei der Verwendung von Affirmationen ist nicht nur ihre Klarheit und Einfachheit, sondern vor allem, dass DU glauben kannst, was du da sagst und sie keine negativen Gedanken in dir auslösen.

Meine Erfahrungen mit Affirmationen

Ich habe früher häufiger Affirmationsvideos verwendet, für mehr Selbstliebe, Selbstvertrauen, Gesundheit, Wohlstand.
Das Prinzip war denkbar einfach. Affirmation einfach nur hören, oder hören und nachsprechen. Nur irgendwie habe ich mich auch nach Monaten nicht besser gefühlt … tendenziell eher schlechter. Oder einfach wie zuvor.
Manchmal kam dann der Gedanke auf, dass das für mich einfach nicht funktioniert. Wenn ich in schlechterer Verfassung war, dachte ich eher, mit mir stimmt etwas nicht. Für alle anderen funktioniert es, warum also nicht bei mir?
Ich habe mich dann mal genauer beobachtet und festgestellt, die ganzen tollen Sachen, die mir da vorgesagt wurden, die so toll klangen, waren für mich Lügen. Ich habe täglich versucht mich selbst zu belügen, wenn ich mir sagte, dass ich „in vollkommener Gesundheit“ lebe, schließlich habe ich ein steifes Knie, das ist wohl kaum „vollkommen gesund“. Auch „Ich verdiene Geld mit Leichtigkeit“ war eine glatte Lüge, musste ich mich doch jeden Morgen aus dem Bett quälen um zu einer Arbeit zu fahren, die mich im Laufe der Zeit Krank gemacht hatte. Und jedes Mal spulte mein Kopf die Gegenbeweise ab, noch während ich die Affirmationen ausgesprochen habe. Aber hätte das nicht im Laufe der Zeit nachlassen müssen? Genau dafür sind doch Affirmationen da, um das Denkmuster zu verändern, zu verbessern. Es wird ja in solchen Videos auch oft gesagt, dass man nicht daran glauben muss.
Ich habe dann erst mal aufgehört Affirmationen zu verwenden. Wenn ich doch mal wieder über einen Artikel oder dergleichen gestolpert bin, der mir von den Vorteilen von Affirmationen berichtet und Lust gemacht hat wieder damit zu arbeiten, habe ich selbst Affirmationen formuliert, die ich glauben konnte. Solche, die für mich keine Lügen waren. So konnte ich dann gezielt den Blick auf positive Dinge lenken, die ich wirklich als solche wahrnehmen konnte. Meiner Ansicht nach, machen Affirmationen nur so wirklich Sinn. 
 

Wenn du mit Affirmationen arbeiten möchtest: 

Du kannst dich nicht selbst belügen. Du musst die Affirmationen wirklich glauben können. 

Anstatt dir etwas vorzusagen, bei dem dein Kopf dir sofort die Gegenbeweise präsentiert, finde die für dich passenden und vor allem glaubhaften Worte und arbeite dich schrittweise voran.

 


 

Ich wünsche dir viel Erfolg beim kreieren deiner eigenen Affirmationen (falls es etwas ist, womit du arbeiten möchtest). 
 

Quellen (alles Psychologen)

Buch:

Peter Beer: „Meditation - Stress und Ängste loswerden und endlich den Geist beruhigen“ 

 

Videos auf YouTube: 

Glücksdetektiv: Was bringen Affirmationen wirklich?

Redefabrik: Affirmationen funktionieren NICHT für JEDEN (Gefahr!)

02.04.2026

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